Interskript mit Günther Geiger - Fragen von Barbara Macek

15 JAHRE WIENZEILE (2005)

Gibt es eine wz-Gründungslegende? / Wenn ja, bitte wiedergeben:
FROUFROU-FRUCTIDOR, die Fruchtbarkeitsmonate der Frz. Revolution, September und Oktober oder das Seidenrascheln von Unterröcken, das Leitmotiv für die wz; ich fand das Doppelwort zufällig im Fremdwörterlexikon. Es traf sich die 200-Jahresfeier der Frz. Revolution mit der wz-Gründung 1989. Der Tipp, dass der Vorarlberger Herbert Pirschner eine Literaturzeitschrift machen wolle, kam vom Drucker des anarchistischen Verlages Monte Verita. Zudem grassierte die Idee dafür schon bei Thomas Frechberger, Branko Lukenic und mir. Bekannte einheimische Literaturzeitschriften wie manuskripte oder Wespennest waren schon in den 80ern des vorigen Jahrhunderts nicht mehr am Puls der Gegenwartsliteratur. Die erste Redaktion der wz war an der Linken Wienzeile, das ergab den Namen des Mediums. Das war mein Einfall, auch wenn Frechberger ihn für sich veranschlagt. Dafür entsprang der Name wienzeile zentrale, unsere spätere Wirkungsstätte, seinem Zerebrum. Zunächst arbeiteten zwei Kunstjournalisten mit: Bruno Jaschke und Robert Geher. Meine Idee war eine literarische Illustrierte, Fotos, Comics, Grafiken. Ich fischte nachts beim Heimkommen immer die Krone aus dem Papiercontainer. Wir haben viele Layouter verbraucht, darunter einige Genies. Pirschner verließ die wz nach Nr 3 und wir gründeten den VIZA-Literaturförderungsverein.

Was treibt euch 15 Jahre später noch immer an, die wz herauszugeben bzw. was soll in Zukunft passieren / wohin die Entwicklung der wz gehen?
Europa, Nahost, Russland, Amerika brauchen die wz. Österreich sollte sie mehr schätzen. Hier werden Unsummen für die Heimat- und die Operngesellschaft ausgegeben. Wir betreuen den literarischen Nachwuchs sorgsam und haben für eine viel wichtigere Arbeit minimale Unterstützung. Der Chefredakteur des aufgelassenen slowakischen Literaturmagazins dotyky, Marian Bancej, nannte die wz „EINE ANARCHISTISCHE AVANTGARDISTISCHE LITERATURZEITSCHRIFT“. Das war für mich ein schönes Kompliment. Wohin? Immer ein paar Schritte weiter. Die wz wird es nach 2000 immer noch geben, sagte Toni Meichenitsch, Ex-Kunstdealer, vor 10 Jahren. Ich denke, es gibt sie auch noch in 50, so lange wir vordringen, künstlerisch wie politisch. Freilich, die KünstlerInnen werden von der Arbeitsmarktverwaltung verfolgt, in unsinnige Pseudokurse gesteckt, um die offizielle Arbeitslosenquote zu senken. Na klar, der katholische Staat buttert Steuergelder in Jedermann-Festivals rein und seine Supersportler lässt er am Heldenplatz aufmarschieren und Schwachsinn vollführen, per TV ins Wohnzimmer serviert. Wie schon US-Familienserien, was ich überhaupt pervers finde: In fremden Ländern werden physische Familien von demselben Land und seinen Verbündeten durch Bomben zerfetzt, ihre eigenen Familien präsentieren sie als harmlosen Bildschirm-Schwank völlig unberührt vom Rest der Welt!

Schlimmste Erinnerung im Zusammenhang mit wz / größter wz-Frust?
Der Tod Peter Brehls alias Éffbée, der uns im inzwischen aufgelassenen TU-Medienzentrum über 20 Nummern jahrelang eine Basis, Telefon, Depot, Versand verschaffte. Er holte uns durch seinen Einstieg in die erste wirklich politische Nummer, wz6 ERFOLGREICHE BERICHTERSTATTUNG – MADE IN GULF aus der Obdachlosigkeit. Ein alter polnisch-deutscher Anarchist mit großem Herzen. Der vom supranationalen Konzept der wienzeile überzeugt war. Supranational stammt übrigens von Barbara Macek.

wzs bester Moment / Moment des größten Lustgewinns durch die wz?
Präsentation der Belgrad-Nummer, wz 29, gleich 250 Exemplare verkauft. Wie am Bahnhof, ein Kommen und Gehen. Anstrengend und spektakulär auch die Sibirien-Nummer, wz 39, zwei Reisen nach Novosibirsk waren dazu erforderlich.

wz und Politik
Blutfließbänder durch und infolge der Besatzungsarmeen in Nahost und im Kaukasus. Öl, Landnahme, Business mit Raketen, Bulldozern, ethnischen Säuberungen erwirkt. Flüchtlingslager planiert. Arabische, tschetschenische, afghanische, sudanesische Städte und Dörfer zerstört. Massiver Terrorismus folgt Präventivkriegen. Aufständische gegen Neokolonialisten und Staatsterrorismus. Seit Jahrhunderten drückt das Joch der Großmacht Russland auf Tschetschenien, Massengräber und Ölabfuhr. In 10 sec TV-Zeit zu sehen, wie israelische Häuser gebaut und palstinensische gesprengt werden. Ganze Völker zu Terroristen erklärt und niedergemacht oder ummauert. Tägliche Menschenjagden. Vom Volk gewählte Präsidenten müssen untertauchen oder werden eingesperrt. Für die Enthauptung der Autonomie. Das US-Imperium in weltweitem Krieg gegen Mujaheddins und andere, die es vordem mit aufgerüstet hat. Noch ist die westliche Hemisphäre die am besten bewaffnete. Ein sich ausbreitender militanter Islam und die wiedergeborenen Kreuzzügler massakrieren sich. Selbsteinsicht, Demut, Menschenachtung, Dialog, Arrangement fehlen. Führer halten sich normal für fehlerlos. Auch von Gott gesandt. Amen.

wz und Pornografie
Neben Politik so was wie Salz in der Suppe. Als progressives künstlerisches Element vorgeführt wie bei de Sade, Maryse Holder oder der wz 15 SEXTIME IMPULSE, in der der Geschlechteranteil ausgeglichen verteilt wurde, soll es den geilen Geist wecken. Nicht vergessen: Österreichs lustfeindliche Literatur bedarf einer Renovation, hier wurde viel Schaden angerichtet. Genitalische Gefühle müssen wieder beschrieben werden. Dass es keine weibliche pornografische Sprache gibt, damit liegt die Meisterin der Beschreibung sexueller Verklemmung, Elfriede Jelinek, falsch. Sie sollte sich mal Maryse Holder zu Gemüte führen, auffindbar bei rororo.

wz und das Literatur-Establishment
Ein Großteil des einheimischen so genannten Literatur-Establishments subventioniert sich selbst. Namenlose Jurys verhindern Progressives und fördern ihre Zierliteratur. Der Untergrund muss sich stets weit mehr anstrengen als die provinzielle Literaturschaffung, die obwohl international überholt in Österreich immer noch schleichende Konjunktur hat. Denkt man an einige herausragende Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, Orwell, Genet, Céline, Holder, wen aus dem bürgerlichen Lager könnte man ihnen gegenüber stellen? Bestenfalls Proust, aber selbst der ist mühsam. Bernhards enervierende Untergangsbreviers erledigen sich in der Jugend, die Sinn für romantische Ausweglosigkeit in sich trägt. Antibürgerliche Literatur wurde im deutschsprachigen Raum offiziell verschwiegen, sie kam höchstens als Wilderergeschichten in die Charts. Dennoch hat Wien einige interessante Literaturlokalitäten, in denen sich Bemerkenswertes tut.

die wz und ihre LeserInnen
Per Internet, weiter Hand verkauft und vor Ort in der wienzeile zentrale. Früher brachten wir die wz zu zweit oder dritt unter die Leute und wurden die Auflage (1000 stück) jeweils los. Heute sind wir ein vergrößertes Team und haben es trotz professioneller Strukturen schwerer. Aber das ist normal, mit wenigen Leuten ist alles übersichtlicher, konzentrierter. Da wir aber doch mehr und mehr in internationale Interessenfelder vorrückten, musste expandiert werden. Heute sind wir froh, dass wir drei im Literarischen tätige Frauen – Valie Göschl, Melanie Marschnig (melamar) und Barbara Macek – auch im geschäftlichen Bereich haben. Keiner sollte sich zu lange auf Lorbeerkränzen ausruhen, die wirkten schon bei den medaillierten Olympioniken zuletzt lächerlich. Bezeichnend für den industriellen Medienfaschismus, welche öffentliche Präsenz bei uns Sportlern widerfährt. Eine dümmliche Meierei. Während man gewisse unangepasste Schriftsteller buchstäblich ausrotten will, zumindest von Seiten bürgerlicher Verlagsrepräsentanten, Jung, Goubran, Klever hätten einen Genet sicher abgelehnt, sie haben ein Gespür für so was, sie schwitzen sofort Angst.

Blick auf andere Literaturzeitschriften – gibt es Interessantes, das von euch rezipiert wird bzw. gibt es Kooperationen?
Im Ausland zuletzt mit der Literaturzeitschrift "Stranica Go" (St. Petersburg). Früher arbeiteten wir auch mit "Innostrannaja Literatura" (Moskau), und "dotyky" (Bratislava) zusammen. Im deutschen Sprachraum haben wir heute Kontakte zu "Versa" (Köln), "etcetera" (St. Pölten) und mögen "Freibord", das Magazin, welches Gerhard Jaschke 1975 mit Hermann Schürrer gründete.

wz-Headquarters (wz-Zentrale): was bedeutet die neue Verortung für die wienzeile?
Zuhörer von Lesungen. Verkauf der Zeitschrift und von Büchern beim Eintritt. Vor allem das Lager. Die Einnahmen sichern die Miete. Wir sind nicht so gepolstert mit Subventionen wie die konservativen manuskripte oder Literatur & texte. Selbst der Wespennest-Ausläufer kolik, permanente Anthologie einer Autorenschaft, steht besser da. Wir verloren allerdings einiges an Street-fighting-Power. Ich hoffe es gibt eine Wiederbelebung. Verortung macht ortbar. Am schwierigsten sind gewöhnlich die knapp über 40-Jährigen. Die egal wo immer ihre eigene Bühne suchen. Weder spüren, dass Zuhörer anwesend sind noch dass eine literarische Entwicklung und harte Arbeit zusammen gehören. Das hier ist keine private Spielwiese. Wenn man als Mieter des Vereinslokals notorische Störer entfernt, werden sie leicht zum Feind. In Wien erfolgt die übliche Denunziation, dafür gibt’s ein spezifisches traditionelles Vokabular. Man kann sich vorstellen, was um 1938 herum so passiert ist. Und es kennen gerade die, die sich bei Widerstandslesungen als Antfaschisten gebärden, das Nazivokabular sehr gut.

Frage zu VIZA EDIT – Highlights des vergangenen Programms, welche Buch-Projekte sind in Planung?
Den Heften wohnen Verlagsinfos bei. Einiges ist geplant, einiges fixiert. Wir sind am Sichten. Gut gingen die Bücher von Thomas Frechberger, er ist der beste Verkäufer eigener Interessen. Wer heute noch ein Buch in einer Buchhandlung kauft, weiß schon vorher welches. Wichtig ist es vor allem Rezensionen für die einzelnen Werke in VIZA EDIT aufzutreiben. Wichtig ist, ein Buch ausgiebig zu lektorieren und korrigieren, bevor es auf die Menschheit losgelassen wird.

15 Jahre wz – das Fazit in einem Satz
Stürmische Jugend mit der Gelassenheit Älterer gepaart schafft das Meiste, zumindest im Fußball, den internationalen meine ich.

Günther Geiger, Schriftsteller, 5 Romane, 1 Gedichtband, mehrere unveröffentlichte Romane u. Dramen. Längere Aufenthalte in Frankreich und Russland.

 

20 JAHRE WIENZEILE
Ein Porträt des Gründers der VIZA Edit und WIENZEILE

Günther Geiger ist ein österreichischer Schriftsteller, an der Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Graz im Sternzeichen des Steinbocks am 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, von Herodes übersehen, geboren. Sein Vater, Postbeamter, ertränkte sich in seinem 29. Lebensjahr im grünen Inn. Es mag einen Zusammenhang zu Geigers besonderer Liebe und Beziehung zu Flüssen geben. "Sie kommen und gehen und sind doch immer da." Weshalb man nicht sagen kann, das Meer sei der Tod aller Flüsse, denn diese benötigen keine Wiedergeburt. Man könnte es besser als das Ziel oder Ende ihres Weges benennen. Geigers besondere Liebe zu den sibirischen Strömen schlägt sich in dem Roman Delta Lena (2005) nieder.

JUGEND
Seine Kindheit und Jugend verbrachte Geiger vorwiegend in Vorarlberg, zunächst Dornbirn dann in der von Wald umgebenen Ortschaft Thüringen im Walgau. Seine Mutter heiratete den Maurer Andreas Tscholl und gebar ihm vier Kinder. Geiger hatte nun neben seinem Bruder aus erster Ehe, dem späteren Kunstmaler Werner Geiger, vier Halbgeschwister. Zudem brachte der Stiefvater zwei Kinder aus erster Ehe hiezu, und die darauf folgende Großfamilie zerbrach nach einem Jahrzehnt. Während dieser Zeit besuchte Geiger das BRG in Bludenz und entdeckte im Alter von 13 Jahren in Dostojewskijs Erstling Arme Leute. "Ich habe mich mehr für die Sprache als den Inhalt interessiert. Sie fesselte mich und von da an war klar, was ich mit mir und dem Dasein anfangen wollte. Ich musste mir mein Leben irgendwie erklären, herausfinden, was ich auf diesem Globus sollte." In den folgenden Jahren schenkte ihm seine Mutter zu den Festtagen folgende Bücher: Das Totenschiff von B. Traven, Aufzeichnungen aus einem Totenhaus von F. M. Dostojewskij, Die toten Seelen von N. Gogol. Auf den Selbstmord seines Vaters bezog sich sein erstes längeres prosaisches Werk Der Sprung übers Geländer. Das unveröffentlicht blieb. Anfang der 70er-Jahre waren junge Autoren vor allem auf Thomas Bernhard fixiert. Als der angehende Schriftsteller Jean Genets und Samuel Becketts Romane in die Hände bekam, erlosch diese Faszination. Als Draufgabe folgten die Werke Antonin Artauds und die Romane Célines, insbesondere Norden.

SCHREIBEN UND EINFLÜSSE
Mit 23 Jahren schrieb Günther Geiger im Dornbirner Stadtpark während einiger heißer Sommertage ein mit "Suizidistisches Cabaret" untertiteltes Drama Alle Welt stirbt nicht (1973). Beeinflusst war er wie zu dieser Zeit gängig von den Größen des Absurden Theaters, Beckett, Ionesco und später Artaud. Es folgten weitere Stücke in dieser Phase Timeless, So ist es, Das Blaue im Gitter. In seine Jugend fielen bei Geiger insbesondere auch die amerikanischen Beatautoren. Jack Kerouacs Unterwegs, William S. Burroughs Naked Lunch und Allen Ginsbergs Howl und Planet News waren Schlüsselwerke für die nachfolgende Generation der 70er-Jahre. Ebenso starke Einflüsse auf Geigers Schreiben bewirkte die prägende Musik der Jahrhundertmitte: Jimi Hendrix, John Coltrane, Muddy Waters, Rory Gallagher u. a.

FRANZÖSISCHE JAHRE
In seinem 25. und ihrem 19. Lebensjahr trafen einander, während des Jazzfestivals in Montreux, am Quai des Lac Leman der stromernde Österreicher und die Französin Guislaine Geslot, eine angehende Lehrerin. Die beiden verliebten sich und verbrachten die nächsten 4 Jahre miteinander, zum Großteil in dem Dorf Ste-Suzanne in der Mayenne. Nun arbeitete Günther Geiger an seinen ersten bedeutsamen Roman Ausbrüche + Einbrüche von Meroni & Co. (1980, VIZA Edit). Der Herausgeber von NEUES FORUM, Gerhard Oberschlick, publizierte einen doppelseitigen Ausschnitt. Die Reihe VIZA Edit erfand der Autor für seine nächsten Publikationen. Es folgte der Unterwegsroman um Straßenkünstler in Frankreich, die "BEWEGIG" in der Schweiz und das Obdachlosenleben in Bregenz: Transit-Exit (1981, Monte Verita Verlag. Dritter Roman dieser Trilogie war der unveröffentlichte 6teilige und über 60 Kapitel lange Entwicklungsroman über eine aus der kleinbürgerlichen Alternativkultur zum Gammler übergegangene Romanfigur in White Gitane.

ÜBERSIEDLUNG NACH WIEN
Auf Tipps der Schriftsteller Max Riccabona und H. C. Artmann reiste Günther Geiger nach Wien, wo er sich zunächst zwei Jahre im Studentenmilieu aufhielt, Arzneimittelproband und Plasmaspender wurde. Sieben Jahre lang verband ihn eine Freundschaft mit dem deutschen Philosophen Winfried Libor Müller. In den anfänglichen Wiener Jahren schrieb Günther Geiger einige Kurzromane, die im Studentenmileu handelten: Dirty Fucker und Ein Gammler unter Antistudenten. Mit dem Druck eines Gedichtebands kam auch die Gründung der Literaturzeitschrift WIENZEILE durch Günther Geiger und Thomas Frechberger, deren erster Herausgeber ein Vorarlberger Geschäftsmann, Herbert Pirschner, war. Günther Geiger veröffentlichte weiters Exit Vienna im Löcker Verlag und Ulica Marata, Roman aus Russland im Triton Verlag. Eine Neuauflage der Gedichte gab es mit Luzifers Superlative Montreux Passage in VIZA Edit, 1989.

REISEN NACH RUSSLAND
Nach dem Zerfall der Sowjetunion unternahm Günther Geiger mehrere Reisen nach Russland. Er heiratete 1999 in Novosibirsk und nahm Mutter und Tochter mit nach Wien. Es entstanden zwei Russland-Romane, Ulica Marata über die Zugreisen und die Aufenthalte in die Megastädte Moskau und St. Petersburg, und Delta Lena, dessen Großteil in Sibirien und auf der ostasiatischen Insel Sachalin spielt. Der Schauplatz seiner von Kritikern und Lesern geschätzten wie verdammten Prosa hatte sich vom Westen über die Mitte Wien in den Osten verlagert. Er trägt sich mit einem Sujet über einen dritten in Russland spielenden Roman. Es soll aber ein tiefenpsychologischer Roman in Rückblicken und Gegenwart zum eigenen Leben mit der Kulisse eines gewaltigen Stromes werden.

JETZT UND HIER
Mit dem Umbruch von 2007 wurde die WIENZEILE mit Wolfgang E. Eigensinn, Gerhard Paschinger, Eleonore Weber, Peter Skibar und Yvonne Czermak und wechselnden Redakteuren neu organisiert. Geiger schreibt selbst Geschichten über Meuterei und Piraterie auf dem Geisterschiff Black Flag. "Alle Mitglieder der Schiffsbesatzung der Black Flag sind eigentlich Piraten. Sie sind besessen von ihren Süchten nach Drogen und Frauen und ihrer Gier nach Geld und kultureller Macht, auch wenn ihr Bemühen dahin fast immer im Chaos endet. Aber nicht alle wissen und glauben das von sich. Und denen es geläufig ist, die führen einen verzweifelten Kampf es um schon letzte Chancen, oder hoffen, dass es die für sie noch gibt." Als bisher letztes Buch erschien 2009 Atomic Pink Paris, einem Roman über ein unstetes Leben über drei Länder Abgeschlossen von MONTFORT, der längste Satz der Welt, geschrieben 1980 in dreieinhalb Stunden in der Bregenzer Bahnhofshalle. "Der längste Satz der Welt muss in einem durchgeschrieben und gelesen werden, sonst kann er nicht der längste Satz der Welt sein. Einen 10.000 Meter Lauf kann man auch nicht unterbrechen und gewinnen!" (Günther Geiger).

 
Login